Gemeinsam untertage ein Bild verschafft
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Grubenfahrt in Merkers und Springen

Gemeinsam mit den Abgeordneten Thomas Gottweiss, Stephan Tiesler (beide vom CDU-Fraktionsarbeitskreis für Umwelt, Energie und Naturschutz) und Marcus Malsch ging es für Martin Henkel heute 500 Meter abwärts. Der Weg in die Tiefe führte vom Erlebnisbergwerk Merkers durch den 1989 geschaffenen Verbindungstunnel zur Grube Springen. Das dortige Südwestfeld und später auch das Nordfeld sollen künftig zur Einlagerung (Einstapeln) von Salzlaugen genutzt werden. In einem Vorort-Termin wollten sich die Parlamentarier hierzu ein Bild verschaffen. Denn für das Vorhaben von K+S bedarf es eines neuen Staatsvertrages, der noch in diesem Jahr vom Thüringer Landtag verabschiedet werden soll.

Die Zeit drängt, denn K+S darf nur noch bis Ende 2021 Salzlauge im Boden versenken. Ab 2028 wird K+S auch keine Prozesslauge mehr in die Werra einleiten. Die Kapazitäten der Grube Springen werden also dringend gebraucht, um die Produktion und damit natürlich auch die Arbeitsplätze am Standort Werra zu sichern. Springen entlastet künftig die Umwelt und sichert Arbeitsplätze in der Region.

Gleichzeitig will man so einer Altlast aus DDR-Tagen endlich wirksam begegnen. Seit 1969 ist bekannt, dass Süßwasser in die Grube Springen eindringt. Vor allem der Wassereintritt am Querort 23 mit gegenwärtig rund 180 Liter/Minute stellt ein bisher ungelöstes Problem dar. Das eintretende Wasser muss permanent abgepumpt werden, will man unkalkulierbare Schäden bis hin zu Gebirgsschlägen vermeiden. Alle bisherigen Versuche scheiterten, das Wasser zu stoppen. Mit dem Gegendruck der eingeleiteten Salzlauge sollen nun die Wassereinbrüche in Springen der Vergangenheit angehören. Ein Erfolg würde den Steuerzahler entlasten. Denn für Altlasten wie diese kommt die Allgemeinheit auf.